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Wie sich die Wahrnehmung der Stadt durch die digitalen Technologien verändert.

Wie sich die Wahrnehmung der Stadt durch die digitalen Technologien verändert.

In einem ersten Schritt werden aktuelle Konzepte, Technologien und Visualisierungen einer modernen “Stadtkartographie” vorgestellt. Die Konzepte umfassen u.a. webbasierte Mapping-Projekte (z. B. Google Mashups), Projekte zur Bürgerbeteiligung und -agitation mit Hilfe ortsbezogener Services (Location-Based Services) sowie künstlerische, intervenierende Arbeiten. Die (kontinuierliche) Kartierung, ästhetische, interaktiv-dynamische Visualisierung und Bereitstellung urbaner Daten(ströme) ist eine wichtige Basis für Diskussions- und Entscheidungsprozesse in der Stadt.
Wie sich die Lebensweisen und die Beteiligung an den öffentlichen Angelegenheiten verändern.

Wie sich die Lebensweisen und die Beteiligung an den öffentlichen Angelegenheiten verändern.

Vor dem Hintergrund des Klimawandels und des ökologischen Stadtumbaus stehen auch die urbanen Lebensweisen zur Diskussion. Verhaltensänderungen sind notwendig und werden in Nachbarschaftsprojekten, integrierten Mobilitätskonzepten, Verbindungen von Wohnen, Arbeit und Freizeit erprobt. Es entstehen neue Verantwortungsgsgemeinschaften, die durch Informations- und Kommunikationstechnologien unterstützt, gefördert und inspiriert werden. Dabei wird auch das (für die europäische Stadt konstitutive) Verhältnis zwischen öffentlichem und privaten Leben neu justiert.
Wie sich die städtischen Einrichtungen und deren Funktionen ändern.

Wie sich die städtischen Einrichtungen und deren Funktionen ändern.

Gebäude und Institutionen prägten bis in die jüngste Zeit die Stadtkultur: Museen Theater, Konzerthäuser, Bibliotheken, Akademien/Hochschulen, Soziokulturelle Zentren, sowie die Paläste, Parks und Kirchen als Zeugnisse des kulturellen Erbes. Die versteinerte Repräsentanz und funktionale Zuständigkeit der überkommenen Institutionen wird in der Informations- und Netzwerkgesellschaft aufgemischt, verworfen oder umgewertet. In der informationellen Stadt reflektieren „alte“ Bildungs- und Kulturinstitutionen wie Bibliotheken besonders deutlich die Strukturänderungen der Digitalen Gesellschaft.
Wie sich die Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten verändert.

Wie sich die Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten verändert.

Von „oben nach unten“ lässt sich eine Stadt nicht mehr regieren. Vielmehr ist Stadtpolitik von einem komplexen Geflecht von Kompromissen und Kooperationen zwischen Politik/Verwaltung, Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Gruppen geprägt. Die geordneten Bürgerbeteiligungen und Verfahren werden immer wieder „gestört“ durch unvorhergesehene Proteste, Bürgerinitiativen und spontane Empörungen. Sie bringen die Abläufe durcheinander und stellen die formalisierte Partizipation in Frage. Die Informations- und Kommunikationstechnologien sind in beiden Fällen wesentliche Träger und Verstärker von Entwicklungen. Tragen sie auch zu Schnittflächen zwischen Empörung und Partizipation...
Wie soziale Skulpturen die Städte verändern.

Wie soziale Skulpturen die Städte verändern.

Die Künstler (zumindest einige) verlassen die Räume der autonomen Kunst, in denen sich Künstler radikal aber ohne direkte Reibung mit den Grenzen der Gegebenheiten äußern können. Die Interventionisten begnügen sich nicht damit. Sie sind Weltverbesserer und Komplizen des guten Lebens und kreieren unbedingte Augenblicken in Stadträumen.
NEWS
Hanne Seitz / Fachhochschule Potsdam

Hanne Seitz / Fachhochschule Potsdam

“AM I REALLY HERE OR IS IT ONLY ART?” (LAURIE ANDERSON). Künstlerinnen und Künstler treiben derzeit entweder die digitale Revolution voran oder suchen der analogen Welt – und dies vor allem – noch den letzten Rest an Wirklichkeit zu entreißen. Dabei haben sie die symbolische Ebene längst verlassen: Anstelle theatraler, bildnerischer, skulpturaler oder installativer Werkkomplexe...
Michal Migurski / Stamen Design, San Francisco

Michal Migurski / Stamen Design, San Francisco

MAKING IT PUBLIC. VISUALIZING URBAN DATA. Michael Migurski geht der Frage der Aufrechterhaltung von Strömungen „von unten“ nach und erforscht die Aufgaben und Akteure, die durch ihre kontinuierliche Teilnahme diesen Prozess unterstützen. Mit großem Abstand betrachtet, sieht es aus, als ob unsere Arbeit als Datenvisualisierer mit einer sanften Strömung städtischer Information schwimmt. Aus der Nähe...
Michael Daxner

Michael Daxner

Prof. Dr. Dr.h.c., hatte in seiner Laufbahn vielfältige und politikberatende Positionen inne. Nach dem Studium der Anglistik, Pädagogik, Philosophie, Sozialwissenschaften und Geschichte in Wien und Freiburg, schrieb er als Referent im österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung 1972 seine Dissertation über Ernst Bloch. 1974 wurde er zum Professor für Hochschuldidaktik an der Universität Osnabrück ernannt.Von...
Jason Dykes / giCentre City University, London

Jason Dykes / giCentre City University, London

GO WITH THE FLOW OR MAP TO KNOW? – SOME THOUGHTS AND IDEAS ON FLOW MAP DESIGN In diesem Beitrag sollen Gestaltungskonflikte aufgezeigt werden, die beim Mapping von Strömen auftreten. Dazu werden unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten betrachtet und potenzielle Gestaltungsvarianten bewertet. Hierbei soll schwerpunktmäßig auf einige kürzlich am giCentre durchgeführte Arbeiten eingegangen werden, bei denen Visualisierungsmethoden angewandt...
Peter Conradie / Fachhochschule Rotterdam

Peter Conradie / Fachhochschule Rotterdam

TRUST THY NEIGHBOUR: USING ICT TO FACILITATE TRUST GENERATION IN URBAN NEIGHBOURHOODS.   Mit der zunehmenden Siedlungsdichte und Anonymisierung in den Städten haben sich neue Methoden der Interaktion zwischen Nachbarn entwickelt. IKT kann beim Aufbau sozialer Bindungen und neuer Formen der Zusammenarbeit eine wichtige Rolle spielen. Diese technischen Innovationen setzen jedoch die Bildung von Vertrauen...
Birgit Schönberger

Birgit Schönberger

Birgit Schönberger, Politikwissenschaftlerin und Romanistin M. A., ist freie Journalistin und Coach in eigener Praxis in Berlin. Sie arbeitet als Feature-Autorin und Kommentatorin für den ARD-Hörfunk und schreibt zu ihren Schwerpunktthemen Psychologie, Persönlichkeitsentwicklung, Lebensphilosophie für große Zeitschriften. Link http://www.birgit-schoenberger.de/
Fabian Kessl / Universität Duisburg-Essen

Fabian Kessl / Universität Duisburg-Essen

VON WEGEN RAUM DER FREIHEIT: NACH DEM PROJEKT IST VOR DEM PROJEKT! ZUR PROGRAMMPOLITISCHEN DYNAMIK SOZIALRÄUMLICHER FÖRDERUNG. Die Netzwerkgesellschaft, von der Manuell Castells spricht, findet sich – zumindest semantisch – inzwischen auch auf lokaler Ebene als Ideal der aktuellen kommunalen Sozialpolitik und Stadtentwicklung: Die Aktivierung nachbarschaftlicher und stadtteilbasierter Netzwerke sind das Ziel vieler sozialräumlicher Programme....
Stefan M. Seydel / dfdu.org

Stefan M. Seydel / dfdu.org

DIE FORM DER UNRUHE. DAS INTERNET ALS STADT. … stellt sich das Internet als einen Möglichkeitsraum vor, in welchem es nichts zu verstehen und nichts zu zeigen gibt.                                 Stefan M. Seydel ist Dipl. Hochbauzeichner, Dipl. Sozialarbeiter FH und MA...
Tina Piazzi / dfdu.org

Tina Piazzi / dfdu.org

DIE FORM DER UNRUHE. DAS INTERNET ALS STADT. … stellt sich das Internet als einen Möglichkeitsraum vor, in welchem es nichts zu verstehen und nichts zu zeigen gibt.   Tina Piazzi: Dipl. Pflegefachfrau HF, Dipl. Sozialarbeiterin FH, Rechtsagentenausbildung ZbW, Master of Science Supervision und
 Coaching Universität Wien. Schwerpunkte der Lehre als Dozentin und Professorin für...
Erik Boekesteijn / DOK Library Concept Center, Delft

Erik Boekesteijn / DOK Library Concept Center, Delft

Erik Boekesteijn arbeitet im DOKLAB, der Wissenschafts- und Innovationsabteilung von DOK, der öffentlichen Bibliothek Delft, Niederlande (http://www.doklab.nl ). Sein Aufgabenbereich umfasst Projektmanagement, Einkauf, Marketing, Promotion und Innovation. Er arbeitet mit Jaap van der Geer zusammen an vielen DOK Studio-Produktionen. Als Team werden beide von anderen Bibliotheken oft als Berater herangezogen. Erik ist ein Mitbegründer des...
Till Nagel / Fachhochschule Potsdam

Till Nagel / Fachhochschule Potsdam

MAPPING THE URBAN NOW. In den letzten Jahren sind immer mehr Daten von Städten digital gesammelt worden. Diese Daten, die von Handys, Sensoren und Ortungsdiensten stammen, können zur Darstellung von urbaner Aktivität visualisiert werden. Geovisualisierung ermöglicht die visuelle Analyse von räumlichen Mustern, Beziehungen und Trends, um Informationen von „location based services“ interaktiv zu untersuchen und...
Markus Kissling / Spacewalk

Markus Kissling / Spacewalk

FREIRÄUME ERMÖGLICHEN – GRENZOBJEKTE ENTWERFEN. Der Vortrag basiert auf der Erfahrung mit Partizipationsprojekten im Rahmen von Stadt- und Stadtteilentwicklungsprozessen. Darin wird anschaulich, dass ein Teil dieser Erfahrung auf die virtuelle Welt übertragbar ist.Digitale Medien, Social Media und virtuelle Vernetzung könnten in ihrer Anlage wunderbare Mittel zur Partizipation auf lokaler Ebene sein. Im Moment sind sie...