Von „oben nach unten“ lässt sich eine Stadt nicht mehr regieren. Vielmehr ist Stadtpolitik von einem komplexen Geflecht von Kompromissen und Kooperationen zwischen Politik/Verwaltung, Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Gruppen geprägt. Die geordneten Bürgerbeteiligungen und Verfahren werden immer wieder „gestört“ durch unvorhergesehene Proteste, Bürgerinitiativen und spontane Empörungen. Sie bringen die Abläufe durcheinander und stellen die formalisierte Partizipation in Frage. Die Informations- und Kommunikationstechnologien sind in beiden Fällen wesentliche Träger und Verstärker von Entwicklungen. Tragen sie auch zu Schnittflächen zwischen Empörung und Partizipation bei?