VON WEGEN RAUM DER FREIHEIT: NACH DEM PROJEKT IST VOR DEM PROJEKT! ZUR PROGRAMMPOLITISCHEN DYNAMIK SOZIALRÄUMLICHER FÖRDERUNG.

Die Netzwerkgesellschaft, von der Manuell Castells spricht, findet sich – zumindest semantisch – inzwischen auch auf lokaler Ebene als Ideal der aktuellen kommunalen Sozialpolitik und Stadtentwicklung: Die Aktivierung nachbarschaftlicher und stadtteilbasierter Netzwerke sind das Ziel vieler sozialräumlicher Programme. Allerdings unterliegt vielen dieser Programme das Problem, dass die damit verbundenen Aktivitäten nurmehr in Projektform realisiert werden (können). In dem Beitrag wird diese programmpolitische Dynamik sozialräumlicher Förderung am Beispiel der bundesdeutschen Entwicklung problematisiert.

Fabian KesslFabian Kessl ist Professor für Theorie und Methoden der Sozialen Arbeit am Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik, Fakultät für Bildungswissenschaften, Universität Duisburg-Essen. Sein grundsätzliches Interesse gilt dem derzeitigen Wandel in den wohlfahrtsstaatlichen und quasi-wohlfahrtsstaatlichen Abmachungen seit den 1970er Jahren. Insbesondere beschäftigt sich Fabian Kessl mit “New Forms of Governance (Neuen Formen der Governance)”, “Governmentality of Social Work (Gouvernementalität Soziale Arbeit)”, “Spatial Formation-Shifts of Social Policy (Entwicklung der räumlichen Zusammensetzung in der Sozialpolitik)”, sowie “Neo-Social Patterns of Life Conduct (Neosozialen Mustern in der Lebensführung). Diese Arbeiten wurde in zahlreichen deutschsprachigen Büchern und Herausgeberwerken veröffentlicht. Zu seinen jüngsten Publikationen gehören: De- and Reterritorialization of the Social (Sonderausgabe für Social Work & Society, gemeinsame Herausgegeberschaft mit John Clarke, 2008/i. E.); Europäisches Handbuch für Sozialarbeit (gemeinsame Herausgegeberschaft mit Walter Lorenz, Hans-Uwe Otto, i.E. 2009); Territorialisierung des Sozialen (gemeinsame Herausgegeberschaft mit Hans-Uwe Otto, 2007). Professor Kessl ist Redationsmitglied bei zwei führenden deutschen Zeitschriften für Sozialarbeit und Sozialpolitik („Neue Praxis“ und „Widersprüche“) und Mitglied des Koordinationsbüros „Social Work & Society – Online-Journal for Social Work and Social Policy” (www.socwork.net). Seit März 2008 ist Fabian Kessl Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften (DGfE), Kommission „Sozialpädagogik“. Davor war Fabian Kessl wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Erziehungswissenschaften an der Universität Bielefeld. Er studierte Erziehungswissenschaft und politische Wissenschaften an der Universität Heidelberg und promovierte an der Universität Bielefeld. 2007 erhielt er eine Einladung als Gastwissenschaftler vom “College of Education” der Universität Illinois, Urbana-Champaign. Links http://www.uni-due.de/biwi/kessl, http://www.solidarische-moderne.de/, www.socwork.net